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Pressebericht 05.07.2011 - "Göttlich" – Martin Stadtfeld begeisterte sein Publikum

vom 05. Juli 2011

Deutschlands bekanntester und erfolgreichster junger Pianist gab ein Benefizkonzert zugunsten des Vereins "Die Müllkinder von Kairo e.V."

Martin Stadtfeld gab im Forum Antoniuskirche ein Benefizkonzert zugunsten des Vereins "Die Müllkinder von Kairo e.V."…

… und begeisterte mit seinem Spiel sein Publikum. Fotos: Stefan Schnelle

Waldbreitbach. Mit stehenden Ovationen, Bravo-Rufen und nicht enden wollendem Applaus feierte das Publikum Martin Stadtfeld. Deutschlands bekanntester und erfolgreichster junger Pianist begeisterte am ersten Sonntag im Juli die Besucher im Forum Antoniuskirche. Dass der 30-Jährige zu den Stars am Klassik-Himmel zählt, das stellte der gebürtige Koblenzer an diesem Tag eindrucksvoll unter Beweis. „Göttlich“, so brachte eine Besucherin ihre Eindrücke auf den Punkt. Und es wird niemanden im Saal gegeben haben, der dieser Einschätzung ernsthaft hätte widersprechen wollen.

Das Konzert war nicht nur für Klassik-Freunde ein unvergessliches Erlebnis, vor allem war es eine Sternstunde für den Verein „Die Müllkinder von Kairo e.V.“ Denn Martin Stadtfeld hatte sich an diesem Tag in den Dienst der guten Sache gestellt, das Konzert war eine Benefizveranstaltung zugunsten des Vereins, der in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiert.

Trotz seines jungen Alters kann Martin Stadtfeld bereits auf eine lange und erfolgreiche Karriere zurückblicken. Er wurde mehrfach mit dem Echo Klassik-Preis ausgezeichnet. Vor allem aber der Gewinn des Internationalen Bach-Wettbewerb in Leipzig 2002 öffnete ihm die Türen zu den wichtigsten Konzerthallen nicht nur in Europa. So hatte er auch noch eine Woche vor seinem Auftritt in Waldbreitbach ein Gastspiel in Seoul gegeben.

Inspiriert von der besonderen Atmosphäre des Forum Antoniuskirche spielte Martin Stadtfeld Werke von Johann Sebastian Bach (wobei er das Programm spontan umstellte und auch Bach’sche Choräle spielte), von Richard Wagner, Franz Liszt, Sergej Rachmaninoff und (als Zugabe) von Robert Schumann. Das tat er in einer Weise, die die Zuhörer die physische Anstrengung geradezu mit-fühlen ließ. Er wirkte in seinem Spiel der Welt entrückt, mit seinem Flügel gleichsam verschmolzen. Und die – ja, nennen wir es – Inbrunst, mit der er gerade die Bach’schen Choräle zelebrierte, ließ erahnen, dass diese Werke Stadtfelds Herz zutiefst bewegen. – Das spürte das Publikum instinktiv, war regelrecht ergriffen und feierte Martin Stadtfeld enthusiastisch.

Der wiederum zeigte sich tief beeindruckt von der Arbeit des Vereins und zufrieden mit seiner Entscheidung, sein einziges Benefizkonzert 2011 für die Müllkinder von Kairo zu spielen…

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